Archiv 2011 - 2. Halbjahr

17. 12. 2011

Ulan & Bator

Voll Dada, komplett Gaga

„Wirklichkeit“

Zwei Männer in Grau warten auf der Bühne wie das Publikum zunehmend ungeduldig auf den Beginn der Veranstaltung. Da machen die beiden eine Entdeckung: kurioserweise und auch für die Herren selbst nicht nachvollziehbar, finden sie in ihren Hosentaschen Mützen vor. Mützen, die die Träger zum Mittelpunkt eines für sämtliche Lachmuskeln gefährlichen, insgesamt sehr skurrilen Abends machen.

Spiegeln die beiden „das Publikum“? Oder sind sie Insassen einer Anstalt? Oder erleuchtete Clowns? Die Fragen bleiben offen in Ulan & Bators völlig neuer eigener Kunstform, die ohne doppelten Boden, Einspieler und Tricks auskommt.

Gänzlich ohne roten Faden wird das Publikum mit durch das irrwitzige Programm genommen, dass sich jeden Abend anders präsentiert und neu findet wie beim Jazz. Erfrischend anders sortieren sie bekannte Phrasen neu, stimmen Liedchen an, wagen sich neben bis ins letzte Detail ausgearbeiteten Miniaturszenen (in denen unter anderem auch mal Schiller, Sophokles und Domian aufblitzen) in Improvisationen von denen sie selber nicht wissen wie sie ausgehen:

singen, spielen, moderieren, trommeln, tanzen und haben mit jedem Sprachspiel noch eine Überraschung parat. Wenn es einen humoristischen Beleg für Paralleluniversen gibt, dann in Ulan & Bators „Wirrklichkeit“.

Der Kleinkunstpreis 2011 wurde verliehen an Ulan und Bator.

03.12. 2011

Sia Korthaus

Kabarett

„Vorlieben“

Folgen sie  Sia Korthaus in ihrem neuen Programm „VorLieben“ dorthin, wo es in    Beziehungen am meisten knistert! Damit ist nicht nur der Polyester-Fummel gemeint, den Brautjungfern bei der Hochzeit tragen müssen! Davon kann Sia ein Lied singen. Denn sie singt und erzählt in ihrem neuen Soloprogramm von ihrer eigenen Erfahrung als Brautjungfer bei einer bayrisch-kölschen Hochzeit.

'Bei der Konstellation sind nicht nur sprachliche Konflikte vorgrammiert.

Erfahren sie u. a. worauf man in der Sauna achten sollte, wie man die Eurokrise abwenden kann und wie Gott tatsächlich aussieht.

Sia Korthaus, das weibliche Kabarett-Ausnahmetalent aus Köln beweist erneut, dass sie gleichermaßen unterhaltsam wie feinsinnig eine Brücke zwischen Kabarett, Comedy und Gesangskunst zu schlagen vermag.

Ob in der Rolle als vergnügungssüchtige Oma Emmi, als kritische Aufklärerin zum Thema „Verarmung des Mittelstands“, als Brautstrauß in Gefahr, beim Jonglieren mit Nashi-Birnen im Supermarkt: mit Sia erlebt man ein fulminantes Feuerwerk des kabarettistischen Rollenspiels und der pointierten Schlagfertigkeit. Sei es vor Lachen oder auch vor Rührung, wenn Sia Korthaus mit ihrer wunderbaren Singstimme und eigenen Liedern gekonnt Kontrapunkte setzt: bei „Vorlieben“ bleibt kein Auge trocken.

19. 11. 2011

Martin Sierp

Comedy

Fürst der Finsternis

Martin Sierp ist der Fürst der Finsternis. Gnade... ist für ihn ein Fremdwort, was eine ganze Menge über seine Deutschkenntnisse aussagt. Er beherrscht die Echoortung besser als jede Fledermaus und ist im Blutsaugen erfolgreicher als Finanzamt und GEZ zusammen.

Als der freundliche Vampir von nebenan verzaubert er schon seit Jahrhunderten seine Zuschauer mit todsicheren Tricks, ohne Spiegel (logisch) und doppelten Boden. In seiner abendfüllenden Show „ZUM ANBEISSEN“ zeigt er jetzt noch mehr Facetten: Ob er als tuckiger Gameshowmoderator Pascal-Hermann, Henne-Gutfried einen Zuschauer das große Geld gewinnen lässt. Als Pariser Modeschöpfer König Karl das Jackett eines Zuschauers in ein Designerstück verwandelt, sich aus Zwangsjacken befreit, Gedanken liest und die Lottozahlen vorhersagt, Martin Sierp erobert die Herzen seines Publikums mit viel Witz und Charme im Sturm.

Für die einen grenzt es an Schizophrenie, für die anderen ist er der beste Verwandlungskünstler seitdem es Chamäleons gibt. Egal wofür sie sich entscheiden, spätestens nach der Show steht für alle fest: Dieser Mann hat Biss und Vampire sind gar nicht so todernst, wie man bisher immer dachte. Erleben sie 50% vom Duo die Zauberer in einem 100%tig überzeugendem Soloprogramm. Ein Abend....zum Anbeißen und Totlachen! Wer die letzte Ruhe sucht, ist hier definitiv falsch.

05.11.2011

Streckenbach & Köhler

Prolltenor trifft Muppelshow

„Multiple Ohrgasmen“

So einen Ohrgasmus kann man nicht erklären. Den muss man fühlen! Und genau das haben sich der hochbegabte Tenor Streckenbach und sein Klavier spielender Prügelknabe Köhler in ihrem Programm „Multiple Ohrgasmen“ vorgenommen. Stellt sich dann nur noch die Frage, wer an diesem Abend auf der größten Ohrgasmuswelle reiten wird. Wer kommt zu früh? Und wer geht zu spät? Zum einen haben wir da Köhler, der nicht nur mit seiner Frisur an den legendären Beaker aus der Muppetshow erinnert, sondern dessen stumme Mimik auch immer wieder dazu einlädt, die eigenen Gesichtszüge entgleisen zu lassen. Zum anderen ist da der geleckte Streckenbach, dessen aufdringliche und extrovertierte Art immer wieder vermuten lässt, dass er extrem zur Selbstüberschätzung neigt. Nicht zu vergessen das Publikum....aber das ist eigentlich nur nebensächlich, denn Streckenbach & Köhler sind so mit sich selbst beschäftigt, dass sie auch vor einer weißen Wand spielen könnten, um sich dann beim Verbeugen die Köpfe anzustoßen.

Mit Hits wie „Der Kugelbauch“, „Das Lied vom Bügeln“ oder „Mieses kleines Grippenlied“ sind Streckenbach & Köhler im Laufe ihrer Karriere nur knapp den Charts entkommen. Streckenbach & Köhler -  das sind: hochmusikalische Hörergüsse. Hochkultur, die in die Tiefe geht und Nonsens, der keine Grenzen kennt.

22. 10. 2011

Ingo Insterburg

Musik- Komödie

„Ich liebte ein Mädchen“

Nach den großen Erfolgen der legendären Gruppe INSTERBURG & Co. (mit Karl Dall, Jürgen Barz und  Peter Ehlebracht), den Erfindern der  hohen Kunst des Musikkomödiantentums in der deutschen Kulturszene, fährt Ingo Insterburg kreuz und quer durch den deutschsprachigen Raum als Solokünstler und begeistert, beglückt und erfreut sein Publikum mit Weisheit und Humor.

Seine Fähigkeit die vielen teilweise selbstgebauten skurrilen Instrumente virtuos zu spielen, erzeugt noch immer Gefühle von Erstaunen, Hochachtung und Begeisterung beim Publikum. Wer seine Gedichte aus der Raucher- und Trinker-Lyrik und der weithin bekannten Ekel-Lyrik erleben möchte, wer sehen will wie er als einziger Mensch von 6 Milliarden auf einem Tannenbaum „O Tannenbaum“ spielen kann. Wer noch nie erlebt hat, wie man Geige und Gitarre gleichzeitig spielt, wer sich runde 100 Minuten amüsieren möchte, der kommt bei diesem Programm voll auf seine Kosten.

Auf unzähligen Tourneen und TV-Shows stellte Ingo seine Klasse unter Beweis. Live ist Insterburg in den Kulturtempeln der Nation zu erleben und das Juwel der KK-Bühnen mach mit Fug und Recht keinen Hehl daraus, wenn er behauptet: Es(r) macht immer noch Spass!

08.10.2011

Bernd Rinser & The Blue-Eyed Grass Orchestra

RootsRock - southern swamp & dusty road ballads

  - zu deutsch: südliche Sumpfmusik und staubige Straßenballaden

Die Konzerte des Großmeisters des Folk und Blues und seines Blue-Eyed Grass Orchestras sind musikalische Walkabouts. Der Rolling Stone schreibt über die Musik von Bernd Rinser......es ist etwas Weites in dieser versiert gespielten und gebrochen romantischen Musik, die zum Beispiel Willy DeVille in ähnlicher Weise hätte einfallen können. Die Frage, ob er in erster Linie Bluesmann mit einer Vorliebe für Poesie oder eher Singer/Songwriter mit einer Vorliebe für Blues ist, stellt sich dabei nicht wirklich. Seine exzellent komponierten Songs sind so überzeugend wie authentisch. Sie sind unsentimental, kunstvoll und doch voller Herzenstöne. Die Konzerte sind ein Muss für Romantiker und RootsRock Fans gleichermaßen.

Insgesamt kann man Rinser zwischen Bob Dylan, Townes van Zandt, Johnny Cash, Willy DeVille und Ry Cooder ansiedeln......exzellente, überzeugende, weil authentische Songs berichtet die Süddeutsche Zeitung.

23. und 24. 09. 2011

TBC – Totales Bamberger Cabarett

Comedy

„Stresstest“

tbc-2011

Banken werden getestet, Autos müssen zum TÜV, Milch wird pasteurisiert, deshalb hat TBC den Stresstest gemacht.

TBC ist das erste Kabarett, dass sich diesem Test ausgesetz hat. Wir wurden auf Herz und Nieren und Zwerchfell geprüft. Und TBC hat ihn bestanden, den Stresstest.

Jetzt können sie sicher sein, ihr Humor ist bei uns gut aufgehoben. Wir machen das Beste aus ihren Lachanlagen! Denn wir bieten 2% mehr Grinsen als vergleichbare Kabaretts - und das auf einer soliden Festwitz-Basis. Wir scheunen aber auch nicht vor Hochrisiko-Gags zurück und investieren für ihre Sicherheit einen gewissen Teil in Quatsch-Fonds.

Keine Sorge: Unsre Bad Gags werden abgeschoben zur Bayrischen Lachbank und der Spottkasse.

Georg Koeniger (der Gewinner des "Wertheimer Affen 2009") gehört zu diesem Trio von Helmut Vorndran und Florian Hoffmann.

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