Geschichte: Kunstverein »Convenartis«

Wie alles begann

Heute ist der Convenartiskeller in Wertheim recht bekannt - auch wenn ihn mancher Besucher immer noch etwas zweifelnd im Häusermeer neben dem Rathaus sucht. Dabei ist der Veranstaltungsort und damit der Verein erst neun Jahre jung.

renovierungZeit, sich die Frage zu stellen, wie alles begann. Dazu muss man ins Jahr 1995 zurückschauen. In diesem Jahr erkundete Harald Brode das Beduinenkloster, das zum Verkauf stand. Dieses Gebäude geht bereits auf das 15. Jahrhundert zurück, wo es von dem gemeinnützigen Orden erbaut und bewohnt wurde. Schnell sah der neugierige Besucher, dass hier einiges zu tun war. Gemeinsam mit zwei Freunden machte sich der Visionär ans Werk. Es entstanden vier Wohneinheiten und ein Keller mit Gewölbe und Foyer, der öffentlicht genutzt werden sollte. Priorität beim sechsjährigen Umbau war, die Historischen Strukturen zu erhalten und insgesamt ökologisch unbedenkliche Baumaterialien zu verwenden. Beri dieser guten Idee ließ sich auch das Landesdenkmalamt nicht lumpen und unterstützte die Renovierung. Der damalige Oberbürgermeister Stefan Gläser zeigte sich ebenfalls begeistert und sicherte die Unterstützung der Stadt zu. Diese verwirklichte sich dann materiell in der Bereitstellung der Bestuhlung.

four potatoes

 Gleichzeitig gründete sich im Jahr 2002 der Verein "Convenartis" und da

s Programm startete mit zwei Vernissagen der Künstler Kerry Happ und Heiner Bergmann.

 

Es folgte im April ein Oldtime-Musik-Konzert mit der Gruppe "Four Potatoes

norbert lauter

" aus Stuttgart.

Der spätere erste Vorsitzende des Kleinkunstvereins, Norbert Lauter, debüttierte ebenfalls im Gründungsjahr, und zwar als Pianist des Chanson-Duos "Kußecht".

Am 6.Juni schließlich kam mit Arnim Töpel der erste Kabarettist, dem in den Folgejahren viele weitere in den Keller folgen sollten und immer wieder die Lachmuskeln eines ständig wachsenden Publikums in Anspruch nehmen.

Ein literarischer Abend krönte im November das erste Kulturjahr des Convenartisvereins. Annette Greve und Georg A. Werth blickten in einer Diashow auf Leben und Werk des Schriftstellers Hermann Hesse zurück.

ingo insterburgIm Dezember schließlich holte der junge Verein den Instrumentenkünstler und Kabarettisten Ingo Insterburg in die Aula "Alte Steige" und bestritt damit ihre erste Auswärtsaktion.

Am Ende des ersten und emsigen Jahres 2002 war wahrscheinlich jedem klar, was heute allgemein bekannt ist: Das der  Convenartisverein eine Größe ist, mit der man im Kulturleben Wertheims rechnen kann.

Seither sind unzählige Kleinkunst-, Kabarett- und Musikveranstaltungen sowie Kunstausstellungen, Diskussionen und Lesungen in den Räumen über die Bühne gegangen. Ende 2009 wurde das Angebot des Kunstvereins erweitert um eine Theatergruppe, die regelmäßig Stücke einstudiert und diese im Gewölbekeller aufführt. Kaum eineinhalb Jahre nach der Gründung der »GewölbeGaukler«, so nennt sich die Schauspieltruppe, wurde eine weitere Abteilung des Vereins, nämlich die Literaturgruppe aus der Taufe gehoben. Seit dem 30.Mätz 2011 treffen sich die »Gewölbeschreiber« einmal monatlich.

 

An dieser Stelle muss noch erwähnt werden, dass alle Aktivisten des Convenartisvereins ehrenamtlich tätig sind.

NADINE SCHMID


 

 Bericht über die Generalversammlung 

 des Convenartis Kleinkunstvereins

 vom 25. Novenber 2013 

 

 Rückblick auf 25 Veranstaltungen 

Wertheim – Peter Rahn führt den Convenartis-Kleinkunstverein auch in den kommenden zwei Jahren als erster Vorsitzender. Dies ergab die Vorstandswahl. Außerdem wurde bei der 12. Generalversammlung des derzeit 105 Mitglieder zählenden Vereins über Vergangenes und zukünftige Pläne berichtet.

„Wir wollen auch eine Bühne für No Names und für alle Genres bieten", betonte Rahn in seinem Rückblick. Deshalb sei es trotz der immer größer werdenden Konkurrenz wichtig, nicht nur auf bekannte Größen zu setzen. Insgesamt habe es im vergangenen Jahr 25 ganz unterschiedliche Veranstaltungen gegeben, neben Kabarett auch Musik und Variete. Außerdem bestritten die hauseigenen Gruppen, die Theatergruppe „GewölbeGaukler" sowie die Literatengruppe „Gewölbeschreiber" mehrere Veranstaltungen. Auch wenn im vergangenen Jahr drei geplante Vorführungen unverschuldet, unter anderem durch Krankheit, ausgefallen seien, sei es das klare Bestreben des Vereins, soweit es irgend geht, jede Veranstaltung stattfinden zu lassen.

Größte Investitionen des vergangenen Jahres seien ein Lufttrockner und eine mobile Bühne gewesen. Dies sei unter anderem schon für das Open Air Theater der GewölbeGaukler auf der Burg verwendet worden.

Rahn stellte das Programm für das kommende Jahr vor und dankte Helmut Müller, der für die Programmgestaltung zuständig ist. Außerdem sprach er seinen Dank allen ehrenamtlichen Helfern, den Sponsoren und der Stadt Wertheim als starke Unterstützerin aus. Er freute sich, dass die Online-Tickets so gut ankommen und verwies auf die neue Verkaufsstelle bei der Wertheimer Zeitung.

Nach dem Kassenbericht der Kassiererin Gabi Neubauer und der Kassenprüferin Irena Hofmogel, die gemeinsam mit Beate Schreck Bienek die Kasse überprüfte, wurden Kasse und Vorstand einstimmig entlastet. Anschließend leitete Wahlleiter Martin Köhler die Neuwahlen. Dabei wurden alle bisherigen Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt. Neben Peter Rahn wurde Lisa Schmidt als zweite Vorsitzende gewählt, Gabi Neubauer behält ihre Aufgabe als Kassenwart und Margarete Bünte wird weiterhin als Schriftführerin fungieren. Als Beisitzer gehört Helmut Müller auch in Zukunft dem Vorstand an. Nadine Schmid, die bisher kommissarisch als Beisitzerin mitwirkte, wurde nun per Wahl in diesem Amt bestätigt.

Nach Erläuterungen Neubauers zum anstehenden SEPA-Verfahren zum Einzug der Mitgliedsbeiträge klang der Abend in geselliger Runde aus, wobei die Anwesenden schon neue Ideen für ein spannendes Kleinkunst- und Vereinsjahr 2014 schmiedeten.

vorstand convenartis

Bild 1 vlnr: Der neue Vorstand des Kleinkunstvereins Convenartis: Kassierin Gabi Neubauer, Beisitzerin Nadine Schmid, 1. Vorsitzender Peter Rahn, Kassenprüferin Irena Hofmogel, Schriftführerin Margarete Bünte, 2. Vorsitzende Lisa Schmidt und Beisitzer Helmut Müller

convenartis verabschiedung

Bild 2: Christian Tischler, der langjährige Betreiber des Musikhaus Tischler, Kartenvorverkaufsstelle von Convenartis, wurde in dieser Funktion von Peter Rahn verabschiedet. Er dankte ihm für seine Unterstützung in den vergangenen Jahren

 

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