Die GewölbeSchreiber

2015-April
Datum: 
Freitag, 17. April 2015 20:00 - 22:00

Ort: Convenartis  |  Stadt: Wertheim

Gewölbeschreiber

von Convenartis  

Beginn 20.00 Uhr

Spende erwünscht

 Lesungen

 
Seit nun vier Jahren treffen sich Hobbyliteraten aus Wertheim und Umgebung, um miteinander über ihre selbst geschriebenen Texte zu diskutieren.
Das Beste daraus mündet jedes Jahr in eine Lesung der Reihe „Schau-Geschichten und ein bisschen Poesie", in der Beiträge aus allen Gattungen zum Besten gegeben werden. Lustige Spielszenen stehen neben sinnlicher Lyrik und satirischen, spannenden oder auch mal ernsten Prosatexten.
Es gibt viel zu Schmunzeln, aber sicher auch den einen oder anderen Denkanstoß. Durch die verschiedenen Stile der zehn Autorinnen und Autoren ist für jeden Geschmack etwas geboten.

Ein Rückblick auf die Dritte Lesung der „GewölbeSchreiber“ am 11. April 2014 im Gewölbekeller von Convenartis:

Die Autoren der Literaturgruppe "GewölbeSchreiber" im Kunstverein Convenartis hatten am Freitagabend zu ihrer dritten Lesung in den Gewölbekeller in der Mühlenstraße eingeladen. Unter dem Motto "Unterwegs" präsentierten sie den etwa 40 Zuhörern in zwei Stunden ernste und heitere Texte in ganz unterschiedlichen Darstellungsformen.
Christiane Dosseh begrüßte mit ihrem ersten Text das "Hochgeschätzte Publikum" die Gäste. Später versetzte sie sich bei der "Ehrenhaften Amtsniederlegung" satirisch in die Frau hinein, die von ihrem Mann, dem Politiker, im eigenen Büro angestellt wurde.
Nadine Schmid berichtete mit einem Augenzwinkern von dem nicht immer ganz einfachen Reisen mit der Bahn.
Zurück ins Jahr 1945 reichen die Erinnerungen des ältesten Mitglieds der Gruppe, Dieter Link. Damals erlebte er als Zehnjähriger das Kriegsende in Ilmenau und machte das erste Mal Bekanntschaft mit "Chewing gum".
Regina Brümmer gelang es mit ihren Texten, den Menschen in ihrem Alltag auf humorvolle Weise einen Spiegel vorzuhalten, ob es nun darum ging, einfach mal im Alltag eine gute Tat zu tun oder wie es sich anfühlt, allein unter der Laterne zu stehen, weil man versetzt worden ist. Abschließend spielte sie mit Andreas Wiese ein erstes Date vor, das anders verläuft, als es geplant war.
Als Berichte über das Zeitgeschehen versteht Manfred Decker seine Geschichten, die zum Schmunzeln einladen, ob es um die Vertreibung ungeliebter Partygäste in der ersten eigenen Unterkunft in den 1960er Jahren geht oder um die Standortentscheidung für das Wertheimer Krankenhaus, gepaart mit einer Hommage an den großen Kabarettisten Dieter Hildenbrand.
Martin Köhler hat sich dieses Jahr ganz der Gesellschaftskritik verschrieben, speziell der aktuellen Frage der Überwachung. Etwa, wenn er in einem seiner Gedichte den Kontrolleur nicht nur seinen Kühlschrank inspizieren lässt, sondern auch seine Unterhose und seinen Kopf.
Außerdem fragt er sich, wie eine Gesellschaft funktionieren soll, in der in einer Umfrage 38 Prozent ein Schaf exekutieren würden.
Barbara Zang lässt durch ihre Lyrik Bilder im Kopf entstehen, zum Beispiel vom Frosch, der sich beim Küssen letztlich doch nur als Kröte entpuppt.
Peter Rahn brachte mit Hilfe eines Schattenspiels die gespenstische Stimmung bei der Flucht eines Mörders herüber und verursachte damit Gänsehaut.
Als Gastleserin konnte die Bestenheiderin Brigitte Szabo gewonnen werden, die Auszüge aus ihrem vierten Buch "Wie tickt die Welt - wie ticke ich?" zum Besten gab.
Elli Rößler nahm mit Text und Bild mit in ihren sommerlichen Garten und ließ die Vorfreude auf die kommende Jahreszeit wach werden.
Mit humorigen Reimen über den Friseurbesuch oder das Älterwerden komplettierte Andreas Wiese die Lesung.
Für die musikalische Umrahmung sorgte Bernd Brümmer mit seinem Gitarrenspiel.
Abschließend dankte Nadine Schmid, die Organisatorin der Gruppe, allen Mitwirkenden, und jeder gab den Besuchern noch einen Vierzeiler zum Thema "Unterwegs" mit auf den Heimweg.
© Fränkische Nachrichten, Montag, 14.04.2014


 

Adresse
97877 Wertheim, Mühlenstraße 23

 

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